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unbehagen.at goes social media

Die freie Presse gerät auch in Österreich immer mehr unter Druck! Nicht nur Message Control und Fake News untergraben seriösen Journalismus. Auch die finanzielle Besserstellung der Boulevard-Presse gegenüber Qualitätsmedien fördert eine unkritische Schlagzeilen-Kultur. Auf der Strecke bleiben dabei gut recherchierte Fakten, ausgeleuchtete Hintergründe und der Blick von oben auf das große Ganze. Dagegen braucht es auch Initiativen wie UNBEHAGEN.AT!

Durch die Aushöhlung unabhängiger Medienarbeit erleben wir, durch Corona noch verstärkt, ein zunehmend pressefeindliches Klima in der Politik-Elite Österreichs. Zwar werden Journalist*innen nicht öffentlich verfolgt und bedroht wie in anderen Ländern. Ein sanktionierender Umgang mit Medien, die nicht „auf Linie“ agieren, scheint sich jedoch längst etabliert zu haben. Auch wenn für alle Politiker*innen natürlich auch hier die Unschuldsvermutung gilt, erzeugen doch einige Vorkommnisse in der letzten Zeit ein mulmiges Gefühl. Zum Beispiel sorgte die Boulevard-Lastigkeit der Corona-Presse-Sonderförderung im Frühjahr 2020 für Unverständnis und heftige Diskussionen1).

Zum Glück kann sich, gegen diese Form der Gängelung, ein handwerklich guter Journalismus noch zur Wehr setzen und trotzdem hochwertig „liefern“. Gegen die finanzielle Aushöhlung der Medien, ist jedoch kaum ein Kraut gewachsen. So wird die reichweitenstarke Boulevard-Presse seitens der Regierung, mittels Presseförderung(en) direkt und indirekt über die Inseratenvergabe gegenüber der Konkurrenz bevorzugt. Eine gebührende Anerkennung von Qualitätsjournalismus fehlt dabei weitgehend. Doch es erfüllen nur finanziell unabhängige Medien ihre demokratiepolitischen Aufgaben und ihren Bildungsauftrag, im Sinne einer mündigen Gesellschaft. Sie, nicht die Politik, sorgen für mehr Transparenz und damit für mehr Teilhabe der Menschen an der Gestaltung dieser Welt.

Wie aber kommen die Medien jetzt aus dieser wirtschaftlichen Umklammerung? Es braucht in erster Linie mehr Mut bei den Politiker*innen. Mut, sich offen einem unabhängig agierenden Journalismus zu stellen. Dazu gehört es auch, eine namhafte staatliche Förderung ohne die unterschwellige Erwartung einer redaktionellen Gegenleistung zu gewähren. Es braucht aber auch mehr Interesse der Bevölkerung an der Arbeit dieser Medien. Dafür ist ein breiterer Zugang der Menschen zur intellektuellen Leistung der Journalist*innen notwendig. Das heißt auch, zumindest als Vorstufe zum Abonnement, Interessierte auszugsweise mit Qualitätsjournalismus zu konfrontieren.

Hier kommt UNBEHAGEN.AT ins Spiel. Aufgabe meines Blogs ist es nämlich, zu aktuellen Themen die redaktionelle Vielfalt in der Medienlandschaft zu verdichten und verständlich aufzubereiten. Das mache ich für all jene Menschen, die (noch) nicht Konsument*innen von Qualitätsmedien sind bzw. noch keine Lust oder Gelegenheit hatten, sich fachlich in komplexere Materien einzulesen. Mein Ziel ist es, Menschen aus inhaltlichen und politischen Blasen zu holen und den Polit-Strateg*innen die Hoheit des Meinungsdiktats zu entreißen. Das klingt mächtiger als es sein kann. Aber als erster Schritt in diese Richtung geht UNBEHAGEN.AT allemal durch!

1) Beitrag Ö1: https://oe1.orf.at/artikel/672188/Corona-setzt-der-Medienkrise-die-Krone-auf | Beitrag Falter 32/20 (nur mit Abo): https://www.falter.at/zeitung/20200804/die-ersten-werden-die-letzten-sein?ver=a | Beitrag Standard: https://www.derstandard.at/story/2000116451364/corona-sonder-vertriebsfoerderung-fuer-kaufzeitungen-druck-foerderung-reduziert

Informationen zum Mitnehmen

Hier gehts zu facebook/unbehagen.at »

UNBEHAGEN.AT ist eigentlich ein Kind des Corona Lockdowns. Zumindest bot das Frühjahr 2020 endlich die Gelegenheit, das fast vergessene Konzept eines eigenen Blogs doch noch umzusetzen. Ein Ziel dieses Blogs ist es, der inhaltlichen Auseinandersetzung mit den großen Themen unserer Zeit, eine Plattform zu geben. Es geht nicht darum, alle Themen gleichzeitig und in wissenschaftlicher Tiefe abzubilden. Vielmehr soll zu aktuellen Debatten ein grundlegendes Verständnis vermittelt werden. Da heißt es eher, einen Schritt zurück zu treten, sich dem großen Ganzen zu widmen und den Streit um Details den Fachleuten zu überlassen. Mitreden statt nachplappern, lautet die Idee. Ich wünsche mir, dass künftig mehr Menschen als bisher ihr Wissen und ihre fundierte Meinung dem Boulevard, den Fake-News und den Populist*innen entgegenstellen. Und wenn ich mit UNBEHAGEN.AT etwas dazu beitragen kann, ist die Mission ein Erfolg.

Die Facebook-Seite für UNBEHAGEN.AT ist in diesem Zusammenhang tatsächlich nur das „Auslieferungslager“ meines Blogs. Dort stelle ich meine redaktionelle Arbeit interessierten Nutzer*innen zur „Abholung“ bereit. Das geschieht jeden Donnerstag in Form eines Links zum aktuellsten Beitrag auf UNBEHAGEN.AT. Damit suche ich das Feedback und die Kritik der Leser*innen. Diese Links können aber auch von Ihnen, in Ihre Diskussionen, „mitgenommen“ werden. Nutzen Sie meine Beiträge, auch anderen gegenüber, als Information, Anregung und auch Provokation, wenn irgendwo Erklärungsbedarf besteht.

In meiner Rolle als Vermittler von Informationen versuche ich, in meinen Beiträgen klar, verständlich und nachvollziehbar zu kommunizieren. Ich übersetze die Sprache der Wissenschaft, aber auch die manipulativen Codes einzelner Medien bzw. der Politik und Marketing-Gurus. Es ist meine Aufgabe, offen zu informieren, Komplexität aufzubrechen und verschiedene Sichtweisen darzulegen. Keine Aufgabe von UNBEHAGEN.AT ist es hingegen, meine persönliche Meinung zu verbreiten. Das tue ich lieber in einer direkten, respektvollen Auseinandersetzung. Natürlich beeinflusst meine Sicht der Dinge auch den Stil meiner Arbeit. Sie sollte jedoch nicht den neutralen Charakter meiner Beiträge überlagern. Und wenn doch, ist das gekennzeichnet.

Warum aber sollten Sie mir vertrauen? Ich setze auf die Glaubwürdigkeit der unabhängigen Medienlandschaft (siehe oben)! Um in meinen Schlussfolgerungen nachvollziehbar zu bleiben, stützen sich meine Recherchen immer auf bereits getätigte Veröffentlichungen in unterschiedlichen Quellen. Dazu zählen renommierte Medien ebenso wie wissenschaftliche Studien, Expertisen oder freigegebene Zitate von Auskunftspersonen. Nur was öffentlich nachzulesen ist, kann von den Leser*innen auf seine Richtigkeit, Vollständigkeit und Plausibilität geprüft werden. Wichtig ist dabei immer, mehrere Beiträge zu einem Thema einzubeziehen. Deshalb gibt es zu jedem meiner Artikel eine Link- und Literatur-Liste. Diese Quellen bieten Ihnen und mir Interpretationshilfen und verschaffen den nötigen Überblick. Genau das ist die Mission von UNBEHAGEN.AT.

Salzburg, 2020/08 – Gerd

Blog-Details
  • Content-ID: 014|01
  • Autor: Gerd
  • Stand: 06.08.2020
Medienauswahl

Bei meiner Recherche stütze ich mich vorwiegend auf folgende Medien und Kontakte:

Politische Quellen
Fachliteratur diverse

Fachbücher, Fachzeitschriften, Blogs, Newsletter, u.v.m.

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