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Gegen Unbehagen

Was hilft gegen Unbehagen?

Gönnen Sie sich Ihre eigenen Ansichten! 

Auch ohne Corona wäre die ganze Welt im Umbruch! Laufend wird über den technischen und gesellschaftlichen Wandel berichtet. Alles wird anders, vieles komplizierter. Vor allem aber entsteht das Gefühl, von unterschiedlichen Seiten bedrängt und manipuliert zu werden. Der Eindruck vieler, schrittweise abgehängt zu werden, trügt dabei nicht. Wenn das bei Ihnen Unbehagen erzeugt, sollten Sie etwas dagegen tun!

Die Seite „Was hilft gegen Unbehagen?“ bietet eine Reihe von Ratschlägen, die in der aktuellen Diskussion zu Themen wie Digitalisierung, Umwelt, Politik & Co helfen können, den Überblick zu bewahren. Wie und in welchem Maß, dem widme ich mich in meinen Blog-Beiträgen. Wenn Sie hingegen in die dunkle Welt negativer Trends eintauchen wollen, empfehle ich die Seite „Was erzeugt Unbehagen?“

Nachfolgende Tipps gegen das Unbehagen entstammen meiner persönlichen Erfahrung. Zusammengefasst rate ich Ihnen: Bleiben Sie immer neugierig und wachsam! Halten Sie die Augen offen. Bemühen Sie sich um eine zweite Meinung und hinterfragen Sie alles, was Ihnen unklar erscheint. Meine Einschätzung muss jedoch nicht mit Ihrer Sicht der Dinge übereinstimmen. Vielleicht aber hilft sie Ihnen, den Überblick zu bewahren und sich abzusichern.

Raus mit den negativen Emotionen

Haben Sie sich selbst schon einmal dabei beobachtet, wie sie „auszucken“? Nicht nur, dass man furchterregend aussieht, man verliert auch leicht den Überblick. Die Fähigkeit sich zu konzentrieren geht verloren, die Urteilskraft wird getrübt und oft schießt man über das Ziel hinaus. Lassen Sie sich nicht so weit treiben – atmen Sie tief durch und „bleiben Sie cool“.

Und wenn es trotzdem heiß wird, bedenken Sie bitte, dass Sie durch Hass-Botschaften oft nur provoziert werden sollen. Jene Personen, die sich dieser Emotion bedienen, fühlen sie selbst gar nicht real. Hier werden eiskalt Strategien der Einschüchterung und Destabilisierung umgesetzt. Das ist weit gefährlicher als eine Emotion und erfordert Ihrerseits Besonnenheit.

Werden Sie zum Hass-Ausblender: Wir erleben aktuell einen Krieg der Worte auf allen Kanälen. Wut, Hass und Verachtung sind ständige Begleiter zwischenmenschlicher Kommunikation. Es ist auch Ihr gutes Recht, negative Emotionen zu entwickeln und zum Ausdruck zu bringen. Es mag verschiedene Gründe dafür geben, sich radikaler Ausdrucksformen zu bedienen. Sich ernsthaft mit wichtigen Themen auseinanderzusetzen und zu guten Entscheidungen zu kommen gehören aber sicher nicht dazu. Wer Hass verbreitet, dem unterstellt man meist böse Absichten. Bedenken Sie das bitte, wenn Sie sprechen und wenn Sie zuhören!

Gegen den „Nein“-Reflex: Es ist bequem, etwas grundsätzlich abzulehnen – ohne Diskussion und Argumente. Oft tun wir das, wenn wir – oder Personen, auf die wir hören – eine persönliche Abneigung gegen jemanden hegen. Damit blenden wir jedoch auch Themen aus, die bedeutend sein können. Wir erleben das weltweit bei politischen Konfrontationen, in denen es weniger um Inhalte und mehr um Vorbehalte geht. Gönnen Sie sich den Luxus, auf feindschaftliche Gefühle zu verzichten. Widmen Sie sich der Sache und nichts anderem! Es steht Ihnen auch dann noch offen, mit etwas nicht einverstanden zu sein – nur wissen Sie dann auch, warum!

Seien Sie Aufdecker*in

Glauben Sie mir, jeder Mensch hat eine journalistische Ader. Nicht um öffentlich mit eigenen Reportagen zu punkten. Eher deshalb, weil wir vieles verstehen wollen, jedoch kaum mehr „unbehandelte“ Informationen erhalten. Machen Sie den Selbstversuch: Kaufen Sie nach einem Tag mit großer innenpolitischer Aufregung verschiedene Tageszeitungen. Vergleichen Sie dann die Berichte. Sie werden staunen, was alles unterschiedlich dargestellt oder weggelassen wurde. Medien weltweit in jedem Format und für jede Zielgruppe machen heute Politik. Um objektive Informationen müssen Sie sich daher schon selbst kümmern.

Geben Sie nicht auf! Es ist eine enorme Menge an Informationen, die täglich auf Sie einprasselt. Dass Sie sich dem entziehen wollen, ist verständlich. Trotzdem lohnt es sich, sich der Nachrichtenflut zu stellen. Zum einen stecken die aktuellen Entwicklungen und die großen Zukunftsthemen voller spannender Details. Zum anderen braucht es Wissen, um mitreden zu können. Nur das nachzuplappern, was andere Ihnen vorkauen, ist zwar bequem. Damit kommen sie aber schneller in Erklärungsnot als Sie denken.

Vertrauen Sie Ihrem Hausverstand. Viele Argumente klingen heute so simpel, dass es schwerfällt, Ihnen zu misstrauen. Wenn Sie jedoch hartnäckig mit Schlagzeilen konfrontiert werden, denen keine stimmigen Details folgen, haben Sie ein Problem. Checken Sie dann, ob die Informationen, die Ihnen zugetragen werden, plausibel sind. Achten Sie darauf, dass die Zusammenhänge passen und die Schlussfolgerungen logisch klingen. Vor allem aber berücksichtigen Sie, dass „nie etwas so sein muss wie es ist, nur weil es so ist“: Alles ist zu erklären! Vertrauen Sie Ihrem Bauch, dann geben Sie Manipulation keine Chance.

Fakten vs. Fake: Fake-News sind längst bei uns angekommen. Meist merken wir es gar nicht, aber selbst in seriös klingenden Medienberichten oder Werbeversprechen werden Fakten manipuliert. Was bei uns ankommt, klingt wahr – ist es oft aber nicht. Schützen Sie sich davor. Am besten dadurch, indem Sie auch andere Quellen nutzen, mit anderen darüber reden oder nachfragen.

Information vs. Verkaufsargument: Sie besitzen Dinge, auf die es die ganze Welt abgesehen hat. Sie verfügen über ein Einkommen, Sie horten Informationen oder Sie haben eine Wähler*innen-Stimme. All diese Dinge bedeuten für andere Personen Gewinne, Vermögen, Macht und Einfluss. Sie sind daher Teil unzähliger Marketingpläne und Adressat*in verheißungsvoller Werbebotschaften. Lassen Sie sich nicht täuschen. Lernen Sie platte Werbung von nützlicher Information zu unterscheiden.

Stellen Sie die entscheidende Frage! Die Frage danach, wer letztendlich von einer Maßnahme profitiert, hilft dabei, die Zielsetzung dahinter zu erkennen. Insbesondere in der Politik lohnt es sich zu hinterfragen, ob Handlungen tatsächlich aus Notwendigkeit und zum Wohl der Allgemeinheit gesetzt werden. Manchmal steckt auch nur parteipolitisches Kalkül dahinter. Dann geht es mehr um „politische Profile“ gegenüber „Kernwählerschaften“ oder um mediale „Scheingefechte“.

Komplexität ist sexy

Es liegt im Trend, Botschaften und komplizierte Sachverhalte zu vereinfachen. Das erleichtert es, komplexe Themen zu beschreiben und auch für Nicht-Fachleute verständlich zu machen. Darin verbirgt sich wiederum die Gefahr, etwas „aus dem Zusammenhang zu reißen“. Diese Strategie, über reißerische Schlagzeilen, jedoch ohne Konzept dahinter, Emotionen zu steuern, nennt man Populismus. Um sich davor zu schützen, hilft es, sich den Inhalten und der Vielfalt eines Themas zu stellen. Dieses Mindestmaß an Komplexität sollten wir uns zumuten!

Sie haben ein Recht auf das Ganze! Lassen Sie sich zu wichtigen Themen nicht mit Schlagzeilen und aus dem Zusammenhang gerissenen Kurzgeschichten abspeisen. Es ist Ihr gutes Recht, alles zu erfahren! Egal ob in der Politik, Wirtschaft oder Forschung: Muten Sie sich das ganze Paket zu und entlarven Sie Schwindler*innen, die Sie aufs Glatteis führen wollen.

Ein „Big Picture“ hilft zu verstehen. Stellen Sie sich vor, es gibt eine Pille, mit der Sie Wissen zu sich nehmen können. Jetzt stellen Sie sich vor, sie wären der Uni-Direktor. Was würde diese Erfindung für Ihren Job bedeuten? Und jetzt stellen Sie sich vor, Sie wären ein Imbissstand vor der Uni, eine berufstätige Mutter eines Studenten, eine Personalchefin, ein Student, eine Maturareise-Agentur, jemand, der gegen Pillen allergisch ist, … oder jemand, der ein Jahr vorher weiß, dass es diese Pille geben wird und sich ein Geschäftsmodell überlegt. Wie würde die Pille Ihre jeweilige Situation beeinflussen? Mein Tipp: Zeichnen Sie zu Ihren Themen Ihr persönliches „Big Picture“ – ein Gesamtbild mit den wichtigsten Details und Zusammenhängen – auf ein Blatt Papier. Sie werden staunen, wie oft es Ihnen helfen wird, gute Entscheidungen zu treffen.

Ursache und Wirkung: Wir müssen meist an mehreren Schrauben drehen, um ein Problem zu lösen und keine neuen zu schaffen. Deshalb sollten wir wissen, wie etwas funktioniert. Das gilt auch für die großen Zukunftsthemen. Uns dazu die wichtigsten Zusammenhänge zu erklären, ist in erster Linie die Aufgabe von Politik, Unternehmen und Forschung. Die tun das jedoch oft nur ungenügend. Entweder werden komplexe oder kritische Details ausgelassen. Oder man bedient sich einer Sprache, die nur für Expert*innen zu verstehen ist. Werden Sie selbst aktiv, um an bessere, verständliche und vernetzte Informationen zu gelangen. Ich helfe Ihnen gerne dabei.

Der Deal mit den anderen

Es gibt viele Interpretationen des Begriffs „Schwarm-Intelligenz“. Eine verweist darauf, dass eine Gruppe mehr weiß, schneller Lösungen findet und kreativer ist als einzelne Personen. Eine andere beschreibt die Erkenntnis, in einem Schwarm nur schneller sein zu müssen als der direkte Nachbar, um nicht gefressen zu werden. Beide Definitionen werden in unserer Gesellschaft tatsächlich gelebt. Ich bevorzuge den ersten Ansatz, nämlich die Kraft der vielen zu nutzen. Es hilft, den eigenen Horizont zu erweitern und die Qualität der Entscheidungen zu steigern.

Neue Fakten, andere Meinungen: Aus politischen Parteien würde man mich feuern, wäre bekannt, dass ich den Austausch mit Expert*innen anderer Parteien suche. Ich mache das beruflich sehr wohl. Nicht nur, um zu wissen, wie andere ticken. Vielmehr geht es um die unterschiedlichen Zugänge zu wichtigen Themen. Es geht um neues Wissen, andere Meinungen und jede Menge wertvoller Vorarbeit, die geleistet wird. Auch wenn meine Schlussfolgerungen nicht zwingend mit denen der Kolleg*innen übereinstimmen müssen, gehört haben möchte ich sie auf jeden Fall!

Vernetzen Sie sich: Networking gibt es nicht nur in beruflichem oder politischem Zusammenhang. Auch privat spricht nichts dagegen, sich mit anderen Menschen zu vernetzen. Gerade in unserer Zivilgesellschaft sollte es jetzt noch einfach sein, sich ohne ideologische Barrieren auszutauschen. Es spricht nichts dagegen, sich mit anderen Betroffenen zu Alltagsproblemen zu verbünden und einander zu unterstützen. Das passiert weit verbreitet schon in Elternvereinen, in Nachbarschaftshilfen, bei Anrainer*innen-Protesten, in Food-Coops und Sharing-Gruppen, in Sportvereinen u.v.m.

Probieren Sie es einfach aus: Nur weil Ihnen beispielsweise Umweltschutz-Aktivist*innen suspekt sind, muss dieses Thema für Sie nicht tabu sein. Wenn Sie glauben, dass Müllvermeidung sinnvoll oder biologisch angebautes Gemüse gesund ist, hindert Sie niemand daran, hier Taten zu setzen. Ökologisch Interessierte gibt es in allen politischen Lagern und damit auch die Chance, gemeinsam aktiv zu werden. Zudem bieten viele (unpolitische) Interessensgruppen jede Menge Mitmach-Gelegenheiten zu Aktivitäten die gemeinsam mehr Spaß machen als allein.

Seien Sie bitte selbstbewusst

Es ist immer Ihre eigene, ganz persönliche Meinung, die für Sie zählen sollte. Lassen Sie sich diese auf keinen Fall madig reden. In unserer Gesellschaft ist es üblich geworden, manipulativ auf die Meinungsbildung anderer einzuwirken. Dabei bedient man sich auch repressiver Methoden wie Verunsicherung oder Verhetzung. Spielen Sie dabei nicht mit! Stellen Sie sich lieber einer offenen, respektvoll geführten Diskussion und testen Sie so, ob Ihre Meinung anderen Argumenten standhält. Es ist keine Schande, voneinander zu lernen und auch einmal die eigenen Ansichten zu überarbeiten. Demokratie ist und bleibt ein Geben und Nehmen!

Faust-Regel! Es sollte Ihnen ohne Mühe gelingen, Ihre Meinung zu wichtigen Themen in eigenen Worten darzulegen. Müssen Sie hingegen auf Formulierungen und Phrasen anderer zurückgreifen, verbreiten Sie deren Meinung, nicht Ihre. Dann ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie gerade manipuliert werden.

Salzburg, 2020|05 – Gerd

BLOG-Beiträge zum Thema

Das Corondom

Schützen vor ungewolltem Covid 19. Kann man Corona mit Sex vergleichen? Ja, zumindest dann, wenn man sich mit dem Schutz vor ungeplanten Folgen auseinandersetzt. Beim Sex gibt es schon eine Reihe anerkannter Konventionen. Vergleichbare Regeln bei Corona werden hingegen noch sabotiert.

Die Stunde der Wahrheit

Sind Sommer- und Winterzeit jetzt passé? Die Theorie: Mittlerweile sollte die zwei Mal jährliche Zeitumstellung in der EU Geschichte sein. In der Praxis ist die Einigung auf ein EU-weites Zeit-Modell auf der langen Bank gelandet. Ich finde das okay. Aber verstößt das nicht gegen EU-Recht?

Lichtblicke

Wer sich wie ich tagtäglich mit dem Unbehagen auseinandersetzt, läuft Gefahr, dem Negativen, dem Bedrohlichen dieser Welt zu viel Raum zu geben. Gerade aber weil die Zukunft, die wir aktuell vor Augen haben, eine kritische ist, zahlt es sich aus, den Glauben an das Gute beizubehalten.

Selbst ist Österreich

Teil 2 der Serie zum Thema „Selbstversorgung“: In welchen Branchen und Versorgungsbereichen könnte Österreich, zumindest im Krisenfall, autonom bestehen? Aktuell steht die nationale Krisenvorsorge noch auf eher wackligen Beinen. Es wäre daher an der Zeit, ernsthaft daran zu arbeiten!

Das Gemüse-Experiment

Teil 1 zum Thema „Selbstversorgung“. Der private Anbau von Gemüse und Kräutern liegt im Trend. Am besten geht es in Gemeinschaft: Ernten, was man selbst gesät hat, ist geil. Es wirkt aber auch gegen die zunehmende Dürre im sozialen Umfeld. Daher haben wir ein Gartenprojekt gestartet.

Bargeld im Visier

In regelmäßigen Abständen dringt die Diskussion um die Abschaffung bzw. die Reglementierung von Barzahlungen in der EU an die Oberfläche. Oft als Ablenkung zu anderen knackigen Themen. Was aber unterscheidet die Diskussion um den Klimawandel von jener um die Abschaffung des Bargeldes?

Festtagsbananen

Die Banane als ältestes Superfood ist das einzige, das durch regionale Lebensmittel nicht ersetzt werden kann. Trotzdem ergibt es Sinn, aus dem Mega-Hype um Bananen auszusteigen. Nur wie gelingt ein Verzicht, insbesondere aus ökologischen Motiven, ohne rasch wieder rückfällig zu werden?

Testlauf zur Klimawende

Ab heute treten erste Bestimmungen in Kraft, die eine Mobilitätswende in Österreich einleiten sollen. Es sind zwar nur die ersten Meter auf dem Weg in eine klimaneutrale Zukunft. Trotzdem entscheiden sie darüber, wie einschneidend die nachfolgenden Schritte zur Klimarettung sein werden.

Das Riech-Register

„Olfaktorisch“ ist das Zauberwort dieses Sommers. Es umschreibt den Geruchssinn und seine Fähigkeit, ganze Erinnerungsblöcke abzurufen. Dass Gerüche jedoch auch mit 2021, dem UNO-Welt-Jahr zur Abschaffung von Kinderarbeit zu tun haben könnten, erschließt sich erst auf den zweiten Blick.

Alt gegen Jung

Wann wird das Berufsleben endlich wieder planbar? | Was früher für ein ganzes Leben galt, hat heute ein frühes Ablaufdatum. Die Fragen zu Ausbildung, Beruf oder Familie stellen sich jungen Menschen alle paar Jahre aufs Neue. Das erzeugt Stress und befeuert einen Generationenkonflikt.

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