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Unbequem

UNBEQUEM.AT

Ideen | Fragen | Forderungen

Stets kreativ und interessiert, aber auch kritisch, lästig und provokant sein. Es ist schlichtweg unsere Aufgabe als Bürger*innen unbequem zu bleiben. Also Dinge zu hinterfragen, die nicht schlüssig erscheinen und ergänzende bzw. alternative Ansätze zu fordern, wo Probleme ungelöst sind.

UNBEQUEM.AT ist Teil meines Blogs unbehagen.at. Hier landen jene Fragen, Anregungen, Ideen und Forderungen, die im Laufe der Recherchearbeit zu Beiträgen offengeblieben sind. Meist deshalb, weil kontaktierte Personen nur halbherzig oder gar nicht auf Anfragen reagieren. Aber auch deshalb, weil es zu einzelnen Problemstellungen seitens der Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft schlichtweg an Fakten, praktikablen Lösungsansätzen und zukunftsorientierten Konzepten fehlt.

Gerd Sendlhofer, MBA | 01-2021

Sagen Sie’s mir!

Sie haben Antworten auf meine offenen Fragen? Oder es sind zu meinen Blog-Beiträgen weitere Fragen und/oder Forderungen aufgetaucht? Dann halten Sie mich bitte auf dem Laufenden. Ich nehme gerne Ihre Expertise oder Anregungen entgegen und lasse sie, Ihr Einverständnis vorausgesetzt, in meine Arbeit einfließen.

Dateianhänge senden Sie bitte direkt an weniger@unbehagen.at.

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10 + 13 =

Hinweis: unbehagen.at nimmt nicht für sich in Anspruch, direkt für Veränderungen verantwortlich zu sein, die zu den unten angeführten Themen initiiert wurden. Es geht hier lediglich darum aufzuzeigen, dass Missstände und Unklarheiten in der Politik und Gesellschaft nicht unbemerkt geblieben sind. Es wäre trotzdem ein Erfolg, wenn es durch diese Seite gelänge, mehr öffentliche Aufmerksamkeit auf das eine oder andere Thema zu lenken.

Klimaschutz – CO2-Preis | 7.10.2021

Forderung: Nachbesserung bei der ÖKO-Steuerreform

Link: Durchhalteparolen – UNBEHAGEN (Blog) »

Anlässlich der erstmaligen Festlegung eines CO2-Preises (Euro pro Tonne Emission) mit € 30,- ab Juli 2022 im Rahmen des ökosozialen Steuerpaketes, raten Expert*innen dringend zu Nachbesserungen. Grund dafür ist neben der Tatsache, dass zur Gegenfinanzierung der Reform zu wenig eingenommen würde, das Fehlen glaubwürdiger Lenkungseffekte.

  • Festlegen eines Startpreises für jede Tonne CO2 mit €60,- ASAP (as soon as possilbe).
  • Schrittweise Anhebung des Preises pro Jahr um mindestens €10,- bis zum Zeitpunkt der effektiven (nicht nur geplanten) CO2-Neutralität.

Gesundheit – Gifte in der Landwirtschaft | 23.9.2021

Gegen Antibiotika-Resistenzen und den Einsatz von Pflanzengiften in der Landwirtschaft

Link: Keimbelastet – UNBEHAGEN (Blog) »

Es braucht klare EU-Regeln gegen den Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung und Pestiziden im Pflanzen-Anbau:

  • EU-weites Verbot für den Einsatz von Reserve-Antibiotika in der Massentierhaltung:
  • Intensivere Forschung nach neuen Antibiotika-Stämmen – auch in Österreich.
  • EU-weites Verbot von Pestiziden für den Einsatz in der Lebensmittelproduktion.
  • Umlenkung der EU-Agrarsubventionen auf Produktionsformate, die einen Einsatz von Pestiziden und Antibiotika nicht erfordern.
  • Ersatz von Umstellungskosten und Erlös-Einbußen – besonders für größere Betriebe, die vom
  • Ausstieg aus der Massenproduktion wirtschaftlich stark betroffen sein werden.
  • Schutz der EU-Landwirtschaft vor Billigimporten aus Ländern ohne vergleichbare Umwelt- und Produktionsstandards (CO2-Importabgabe, Lieferkettengesetz).
  • Sicherung der Lebensmittelversorgung durch Regeln gegen Verschwendung und Leer-Produktion. Immerhin wird in Europa ein Drittel aller produzierten Lebensmittel weggeworfen.
  • Rasche Entwicklung von „Home-Kits“ für den Nachweis von antibiotikaresistenten Keimen, Pestiziden, Schwermetallen u.v.m. in privat gekauften Lebensmitteln.
  • Zivilrechtliche Möglichkeiten gegen unklare oder falsche Informationen zum Einsatz von Pestiziden, Antibiotika und anderen potenziell giftigen Substanzen.
  • Zwang zur Kennzeichnung von Produkten und Produkt-Bestandteilen aus Betrieben und Lieferketten, die Antibiotika in der Massentierhaltung und Pestizide im Anbau einsetzen.

Medienpolitik – ORF GD-Wahl | 19.8.2021

Forderung: Neutrale, transparente Medienpolitik in Österreich

Link: Das ORF-Komplott – UNBEHAGEN (Blog) »

Anlässlich der Wahl von Roland Weißmann (ÖVP nahe) durch den ÖVP-dominierten Stiftungsrat zum neuen Generaldirektor des ORF, wäre es wieder an der Zeit, die Medienpolitik im Lande grundsätzlich zu überdenken. Ziel muss es sein, auch künftig eine hochwertige, unabhängige, wirtschaftlich überlebensfähige Medienlandschaft in Österreich zu gewährleisten. Dazu stehen einige Forderungen im Raum:

  • Grüne Forderung: Digitalisierung des ORF, ORF-Doppelspitze, Entpolitisierung des Stiftungsrats (zum Standard Beitrag).
  • Neuordnung der Presseförderung, weg vom Boulevard, zugunsten von weniger auflagenstarken Qualitätsmedien.
  • Ausgleich der Inseratenvergabe der Regierung zwischen Boulevard- und Qualitätsmedien.
  • Verbot von Einschüchterungsklagen gegen Journalist*innen.

Wirtschaft – Bargeld | 5.8.2021

Bei Abschaffung des Bargeldes bitte mitdenken:

Link: Bargeld im Visier – UNBEHAGEN (Blog) »

Begleitende Forderungen
Für die Ausgestaltung einer möglichen Zukunft des Zahlungsverkehrs ohne Bargeld stehen einige Umbrüche ins Haus, die in der Diskussion mitbedacht werden sollten:

  • Mit Abschaffung des Bargeldes und damit der Möglichkeit, täglich verfügbares Geld in Eigenverantwortung aufzubewahren, haben die Staaten eine 100%ige Einlagensicherung des digital verwalteten Geldes zu gewähren.
  • Mit dem Zwang zum elektronischen Geldverkehr ist den Bürger*innen (jeden Alters und in jeder Vermögenslage) eine entsprechende Infrastruktur bereitzustellen: Konten (gebührenfrei), Zahlungs-Technik (Karten, Apps etc.), Handys (sofern für den Zahlungsverkehr benötigt) u.v.m.
  • Es ist eine praktikable Regelung für Zahlungen mit Devisen (Bargeld in anderen Währungen) zu treffen. Auch der Einsatz fremden Geldes im innereuropäischen Zahlungsverkehr, quasi als Ersatz für abgeschaffte EURO-Banknoten und -Münzen, wäre zu regeln.
  • Es sind praktikable Lösungen für die Einführung und das Handling regionaler „Währungen“ (z.B. regionale Einkaufsgutscheine) zu entwickeln. Auch im Hinblick auf die steuerliche Behandlung diverser „Ersatz-Zahlungsmittel“.
  • Es müssen Möglichkeiten erhalten bleiben, einen fremdinitiierten Zahlungsverkehr über digitale Konten (z.B. ein „Euro-Wallet“ der EZB) zu unterbinden.

Klimaschutz – Green Deal | 22.7.2021

Fit für -55%: Globale Lösung gefordert

Link: Fit für minus 55 – UNBEHAGEN (Blog) »

Um die globale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Staaten, trotz Ihrer Vorreiterrolle beim Klimaschutz (Green Deal, Fit für -55 %), zu gewährleisten, sind die getroffenen Vereinbarungen ehest und verbindlich in bestehende und künftige Handelsverträge mit Drittstaaten einzubinden. Daher fordere ich die Europäische Kommission zur raschen Umsetzung folgender Punkte auf:

  • Überzeugen der Länder und Branchen in der EU, das Paket inhaltlich zu tragen und selbst umzusetzen.
  • Überzeugen von Drittländern, den Klimaschutz auch in den Handelsvereinbarungen mit der EU vollwertig und fair abzubilden.
  • Überzeugen von Ländern und Unternehmen (weltweit), das Lieferkettengesetz als Ergänzung zum Klimaschutz anzunehmen und umzusetzen.

Generationen | 10.6.2021

Vorschläge zur besseren Planbarkeit der Erwerbsarbeit

Link: Alt gegen Jung – UNBEHAGEN (Blog) »

Drei Vorschläge zum Thema Arbeitswelten NEU, die direkt dafür sorgen können, dass die Menschen für ihr Berufsleben wieder Pläne schmieden können.

  • Begleitendes Grundeinkommen für Junge (beim Berufseinstieg) bzw. Alte (beim früheren Ausstieg aus dem Arbeitsleben) und Solo-Selbstständige – auch in Form von Sachleistungen
  • Massive Erhöhung der Zuverdienstgrenzen für Pensionsbezieher*innen
  • Erleichterung für eine Neben-Selbstständigkeit mit hohen Freibeträgen für lohnabhängige Abgaben und Lockerung des Gewerberechts für Solo-Selbstständige

Künstliche Intelligenz | 2.6.2021

Forderung zur frühzeitigen Disziplinierung von hochriskanter KI

Link: Wenn Computer töten dürfen – UNBEHAGEN (Blog) »

Durch die rasante Entwicklung digitaler Systeme steigt auch die technische „Qualität“ autonomer Interventionen bzw. sinkt die Hemmschwelle vor deren Einsatz rapide. Deshalb muss der kürzliche Tötungsversuch einer autonom agierenden Maschine an einem Menschen einen Weckruf zur restriktiven Disziplinierung von hochriskanter KI darstellen. Es geht nicht darum, eine technische Entwicklung, die viel zum Wohlstand der Menschen beitragen kann, zu drosseln. Es geht darum, strenge Regeln und absolute Grenzen für deren Anwendung festzuschreiben und auch knallhart zu exekutieren.  Sonst werden bald alle Menschen einer kleinen Elite der Macht, die sich digitaler Waffen zu bedienen weiß, ausgeliefert sein – auf (Über-)Leben oder Tod.

Fachkräftemangel | 20.5.2021

Ideen gegen den Fachkräftemangel im Tourismus

Link: Jagd auf Arbeitslose – UNBEHAGEN (Blog) »

Für Tourismus-Fachkräfte, die man locken möchte, braucht es intelligentere Methoden, als nur mit der Sanktionskeule zu drohen. Dazu sind schon jede Menge konstruktiver Idee im Umlauf – hier sind drei davon:

  • Warum keine mehrjährigen gut dotierten Verträge für Arbeitnehmer*innen, in denen die Fachkräfte über Kurzarbeit auch während der Tot-Saison liquide gehalten werden?
  • Ab einer Entfernung des Dienstortes von über 200 km zum ursprünglichen Wohnsitz doppelte Anrechnung der Zeiten für die Pensionsanwartschaft und Verdoppelung der geleisteten Pensionsbeiträge durch die Arbeitslosenversicherung.
  • Wenn gewünscht, volle Integration der Dienstnehmer*innen in die Ortsgemeinschaft, inklusive leistbarem Hauptwohnsitz, Wahlrecht, Sitz am Stammtisch, Bezug von gemeindeüblichen Leistungen, Aufnahme in Vereine, Nebenjobs u.v.m.

Klimaschutz | 18.3.2021

Forderung eines Veto-Rechtes fürs Klima

Link: Take it and make it – UNBEHAGEN (Blog) »

Die Einbindung des Klimaschutzes in der Gesetzgebung ist aktuell in keinem Land der Erde konsequent genug. Eher werden über (unverbindliche) Bürger-Beteiligungsprozesse, Pro-forma-Gesetze und empfehlende Beiräte wirksame, wenn auch unangenehme, Gestaltungsmaßnahmen weiter verzögert und entschärft.

Ich fordere daher ein Veto-Recht eines Klima-Ministeriums/-Beirates (in jedem Land) gegen Gesetze (egal zu welchem Thema), wenn sie den Zielen des Klimaschutzes widersprechen.

Digitalisierung | 25.2.2021

Forderung zur Abschaffung des AMS Algorithmus

Link: Game Over – UNBEHAGEN (Blog) »

Eigentlich sollten nur mit einem Computer-Programm die Fördermittel des Arbeitsmarktservice effizienter eingesetzt und die Mitarbeiter*innen entlastet werden. Fachleute jedoch prangern beim AMS-Algorithmus als „kritische KI“ den Umstand an, dass eine Maschine über menschliche Schicksale entscheidet, die dazu nicht in der Lage ist.

Daher steht die Forderung zur Abschaffung des AMS Algorithmus so lange im Raum, bis sowohl technisch als auch logistisch alle kritischen Funktionen entschärft sind.

Homeoffice | 10.12.2020

Forderungen, wenn Homeoffice zur Solo-Selbstständigkeit führt

Link: Stay at Home Office – UNBEHAGEN (Blog) »

Grundsätzlich müsste dem anhaltenden Trend der Auslagerung des Kostenfaktors Mensch in ein prekäres Unternehmertum auf höchster politischer Ebene Rechnung getragen werden.

  • Mehr Einfluss von EPUs in der Sozialpartnerschaft – entweder durch eine rechtsverbindliche Aufwertung von Einzelunternehmen innerhalb der WKO oder gleich durch die Neugründung einer EPU-Kammer
  • Soziale Absicherung von Solo-Selbstständigen im Krisenfall, z.B. durch eine Arbeitslosenversicherung für EPUs oder die staatliche Finanzierung der Mindestbeiträge zu einer Pensionsversicherung oder einer Haftpflichtversicherung als eine Art Grundeinkommen.
  • Höhere Steuergrenzen, Abgabenpauschalen und die steuerliche Befreiung von privaten Erlös-Rücklagen für Krisenzeiten zur Verminderung des Konkursrisikos.
  • Anpassung der Gewerbeordnung, in der für EPUs alle Gewerbe frei sein müssten – natürlich gedeckt durch die o. a. Haftpflichtversicherung.
  • Gesetzliche Regelung von Mindest-Stundensätzen inklusive (pauschale) Auftraggeber-Beiträge zur Gegenfinanzierung der Grundleistungen.

Homeoffice | 7.10.2020

Extra-Forderungen für künftige Homeoffice-Regeln

Link: Feel Alone Office – UNBEHAGEN (Blog) »

Mehr Schutz und Rückendeckung für Personen, die (teilweise) von Zuhause aus arbeiten.

  • „Homeoffice“ muss psychologisch begleitet sein – sowohl betrieblich als auch extern.
  • Wer zu Hause arbeitet, braucht (manchmal) Kinderbetreuung außer Haus.
  • Es sollten maximal 3 Tage „Homeoffice“ am Stück erlaubt sein.
  • Die Organisation des Unternehmens muss „Homeoffice“-tauglich sein: Leitbild, Zielsetzungen, Organigramm und Team-Arbeit, Karrierepfade, Colab-Medien u.v.m.
  • Team-Bildung und Teampflege dürfen nie vernachlässigt werden.
  • Für Kreativ- und Innovationsprozesse müssen Ressourcen am Arbeitsplatz vorhanden sein.
  • Als Alternative zu beengten Wohn-Situationen müssen Co-Working-Plätze in den Wohnorten der Belegschaft gefördert werden.

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