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Wirtschaft

Wirtschaft

Wenn sich alles ums Geld dreht!

Zum gemeinsamen Verständnis [wikipedia]: „Wirtschaft ist die Gesamtheit aller Einrichtungen und Handlungen, die der planvollen Befriedigung von Bedürfnissen dienen. Zu den wirtschaftlichen Einrichtungen gehören daher Unternehmen ebenso, wie private und öffentliche Haushalte“. Diese Interessensgruppen sind voneinander abhängig und daher mit Ihren Ansprüchen gleichberechtigt.

Wir Bürger*innen nehmen Wirtschaft vereinfacht als eine Kette des „enabelns“ wahr („to enable“ = engl. = in die Lage versetzen, etwas zu tun). Persönliche Einkommen inklusive Pensionen ermöglichen es uns, Dinge zu kaufen. Dieses Geld zahlen wir an Unternehmen und schaffen damit Umsätze. Umsätze helfen Unternehmen Löhne, Rechnungen und Abgaben zu bezahlen, Investitionen zu tätigen und Gewinne zu erzielen. Auch Gewinne sind eine Art „Lohn“ – nicht für Arbeit, sondern für das Eingehen von Risiko und das Bereitstellen von Kapital. Abgaben wie Steuern oder Sozialbeiträge versetzen den Staat wiederum in die Lage, seine Aufgaben wahrzunehmen. Eine Aufgabe des Staates ist es, ähnlich einem Unternehmen Leistungen zu erbringen (z.B. in der Pflege). Eine andere ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen, dass möglichst viele Bürger*innen und Unternehmen gleichberechtigt am Wirtschaftskreislauf teilnehmen können. Aber es liegt auch am Staat, wirtschaftliche Grundinteressen nicht in Konkurrenz zu anderen zu setzen, wie z.B. zu Umwelt, Frieden oder gesellschaftlichen Werten.

Wirtschaft ist jedoch weit mehr!

Wirtschaft ist aber auch das sehr komplizierte Zusammenwirken unterschiedlichster Kräfte. So müssen massenhaft individuelle Bedürfnisse auf unzähligen Märkten befriedigt werden. Der beinharte Wettbewerb der Produkte und Leistungen wird dort über Preise, Image und Mehrwerte ausgetragen. Dabei sind Unternehmen zum Erfolg verdammt. Oder sie gehen pleite. Es ist ein ewiger Kampf gegen Kosten und für Gewinne und Marktanteile. Dieser erfordert Kapital, Präsenz, Innovation und systemische Wettbewerbsvorteile. Aber auch strategische Zusammenarbeit hilft, um sich gegen die Konkurrenz zur Wehr zu setzen. Es geht dabei meist gegen Mitbewerber*innen, andere Branchen oder andere Wirtschaftsregionen. Deshalb ist auch politische Rückendeckung notwendig. Diese besteht aus z.B. Steuerpolitik, Förderungen, Handelsverträgen oder Umweltauflagen. Trotz dieser engen Vernetzung von Wirtschaftsbeziehungen hängt letztendlich alles davon ab, ob dem (gesamten) Angebot ausreichend Nachfrage und Geld gegenüberstehen. Das nennen wir allgemein „Wirtschaftslage“ und die ist angesichts der aktuellen Krisen gehörig unter Druck.

Insbesondere die Überwindung der Corona-Krise und deren Folgen wird das wirtschaftliche Geschehen noch lange beschäftigen. Neben den Einflüssen auf unsere aktuellen Lebenssituation werden uns generell die Schwachstellen unseres Wirtschaftssystems schonungslos vor Augen geführt. Und diese werden auch nach der Rückkehr zur Normalität noch da sein und nach Besserung rufen.

Nachfolgend finden Sie einen groben Überblick zu einigen meiner grundlegenden Ansichten zum Thema „Wirtschaft“ – weit über das Phänomen Corona hinaus. Ich beziehe mich dabei vorwiegend auf globale Zusammenhänge – durchaus aber auch mit Österreich-Bezug. Dazu gibt es in der Fachwelt eine Reihe von Studien, Beiträgen und divergierenden Meinungen. Im Rahmen meines Blogs werde ich künftig näher darauf eingehen.

Woran wir uns gewöhnen sollten

Das sind meine Top 5 Thesen zu langfristigen Trends in der Wirtschaft, weit über Corona hinaus. Sie beschreiben die Situation der lokalen und internationalen Wirtschaft natürlich nur in Ausschnitten. Es mag weitaus mehr und für Sie auch wichtigere Themenfelder geben, die hier fehlen. Dafür bitte ich um Nachsicht.

These 1: Der holprige Abschied vom Wachstum

Das in den Industrienationen vergötterte Prinzip, durch stetes Wachstum den Wohlstand zu mehren, hat zunehmend ausgedient. Unter anderem deshalb, weil die traditionellen Wachstumsfelder abgeerntet sind. Die Realwirtschaft ist am Plafond angekommen. Die Einkommen stagnieren und die Märkte sind gesättigt. Neue Technologien untergraben zudem traditionelle Wertschöpfungsketten. Positive Signale aus der Finanzbranche und den Börsen sind oft gefaked und produzieren gefährliche Blasen. Um auf zu geringes Wachstum der Realwirtschaft zu reagieren, gibt es drei Strategien: 1) Teilen, was da ist. Aber dann bleibt dem bzw. der Einzelnen weniger und das wollen viele nicht. – 2) Die Zahl der Gewinner*innen radikal reduzieren, das passiert weltweit gerade. – 3) Neue Wachstumsfelder zu finden, aber dazu fehlt es der Wirtschaftselite am Willen und an Visionen.

These 2: Geld arbeitet nicht wirklich

Wir haben lange geglaubt, gespartes Geld würde für uns arbeiten. Früher gab es ja noch Zinsen aufs Sparbuch. Auch Wertpapiere entstammten der Realwirtschaft. So wurden mit Krediten und Aktien noch Betriebe und deren Arbeit finanziert. Heute ist die Finanz- von der Realwirtschaft weitgehend entkoppelt. Unfassbar hohe, fiktive Bewertungen von Unternehmen und Finanzprodukten übersteigen deren reale Wirtschaftskraft bei weitem. Es sind mittlerweile die Aktien selbst, die zur Handelsware der Konzerne geworden sind. Und es wird damit gezockt! Reales Kapital, das Sie in Finanzprodukte investieren, wird zum Spielgeld. Sie wetten bei Finanzprodukten auf deren Erfolg – immer mit der Aussicht, in großem Stil zu gewinnen bzw. zu verlieren. Die Absicherung Ihres Kapitals durch reale Wirtschaftstätigkeit, also Arbeit, ist kaum mehr gegeben.

These 3: Es geht immer um Ihr Geld

Durch Ihren persönlichen Konsum sorgen Sie dafür, dass Geld im Umlauf bleibt. So haben Sie 2018 durch Ihren privaten Einkauf mit 191 Mrd. Euro ca. 50% der gesamt-österreichischen Wirtschaftsleistung getragen. Sie haben damit das Null-Defizit gerettet – DANKE! Kein Wunder also, dass die Unternehmen und der Staat über alle Kanäle versuchen, bei Ihnen die Kauflust hoch zu halten. Geld zurücklegen, auch für schwere Zeiten, ist hingegen „out“. Wenn es nach den Unternehmen und der Politik geht, sollte auch von den gut 700 Mrd. Euro Finanzvermögen (2018) der Österreicher*innen mehr im täglichen Konsum landen. Sie haben als Konsument*in damit große Macht über die Politik und Wirtschaft des Landes: Nutzen Sie sie weise!

These 4: Renaissance der Regionalwirtschaft

Regionalwirtschaft ist nicht Abschottung – sie ist eine Ergänzung zur Globalisierung! Sie umschreibt die Strategie, die Wertschöpfung aus ausgewählten Produkten und Dienstleistungen „im Ort“ zu behalten. Das betrifft den stationären Handel ebenso wie das Handwerk, Dienstleistungen oder kleinere Produktionsbetriebe. Ziel ist es, Transportwege zu vermeiden, lokale Ressourcen zu nutzen, Produkte verfügbar zu halten und das Vertrauen zwischen Kund*innen und Lieferant*innen zu fördern. Einige österreichische Regionen sind längst Profis darin, das eigene Einzugsgebiet weitgehend selbst zu versorgen. Es bleiben auch dann noch mehr als genug Gelegenheiten, die Vielfalt und Vorteile einer vernetzten, globalen Wirtschaft zu nutzen.

These 5: Der Arbeitsmarkt ist im Wandel

Menschliche Arbeit ist ein wichtiger Faktor in der Wirtschaft. Einerseits ist Arbeit notwendig, um Leistungen zu erbringen. Anderseits ist sie ein Kostenblock. Sie wirkt sich auf die Preise von Produkten und die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen aus. Daher streben Unternehmen danach, Arbeit zu verbilligen. So verdrängt günstigere Automatisierung zunehmend teure menschliche Arbeit. Anstellungsverhältnisse werden kürzer und es entsteht mehr Teilzeit-Arbeit. Auch den Job fürs ganze Leben gibt es nicht mehr. Nur Fachkräfte können über längere Phasen mit gut bezahlten Anstellungen rechnen. Deshalb werden mehr Menschen zusätzliche selbstständige Tätigkeiten ausüben. Sie werden so zur Konkurrenz für klassische Jobs. Das bringt das durchschnittliche Einkommen und infolge die Pensionsvorsorge unter Druck. Die Menschen werden länger arbeiten, jedoch mit weniger Aussicht auf einen hochwertigen Job. Das verfügbare Einkommen der Menschen wird damit auf lange Sicht weniger. Das heißt, wir sollten lernen bescheidener zu leben!

Was mir zu denken gibt

Die Wirtschaft folgt heute mehr denn je neoliberalen Strömungen. Dabei wird auf die Selbstregulierung der Märkte gesetzt und Einflussnahme durch Regierungen abgelehnt. Lautet das einzige Wirtschaftsziel jedoch maximale Rendite durch höchste Effizienz und Konzentration der Kräfte, ergäbe sich ein düsteres Bild. Es gäbe wenige, dafür große Unternehmen,  begrenzt Arbeitsplätze und möglichst hohe Preise. Bei weitem nicht alle Menschen wären begünstigter Teil dieses Systems. Die anderen wären arm und deren Versorgung ein unbequemer Kostenblock in der neoliberalen Gewinnrechnung. Klingt utopisch? Leider nein – wir sind auf dem besten Weg dorthin!

Unbehagen 1: Die Corona-Prophezeiungen

Bereits jetzt – am Beginn der Corona-Krise – schallen aus allen Richtungen Prognosen darüber, wie sich die Welt und das Wirtschaftsleben nach der Krise verändert haben wird. Egal ob die Arbeitswelt, die Globalisierung, die Finanzpolitik oder die Umwelttauglichkeit künftiger Strategien, es wird heute schon eifrig gewusst, was alles anders sein wird. Ich bleibe lieber vorsichtig mit Vorhersagen, denn von alleine geht gar nichts. Das erste, was sich die Menschen üblicherweise nach Krisen wünschen, ist es, zu einer gewohnten Normalität zurückzukehren. Und das tun sie ausgiebig – mit all den bekannten negativen Effekten für die Mitmenschen, die Umwelt u.v.m. (siehe „Rebound Effekt“). Um daher aus dieser und jeder weiteren Krise zu lernen, werden wir auch den Veränderungsprozess jedes Mal neu starten müssen.

Unbehagen 2: Mit Vollgas im Leerlauf

Es werden zu viele Produkte und Dienstleistungen produziert, die nie verkauft und daher wieder entsorgt werden. In einzelnen Branchen bis zu 30%. Die Märkte selbst benötigen nur jene Produkte, die auch verkauft werden, plus geringem Überhang. Dieses Mehrvolumen ist nötig, um die Preise zu stabilisieren und um Raum für Innovation zu schaffen. Das zuviel Produzierte bindet nur Ressourcen, Fachkräfte und Kapital und belastet die Umwelt. Wie aber kommen wir aus dieser Sackgasse wieder heraus? Ziel muss es sein, die freiwerdenden Kapazitäten in neue/andere Branchen umzuleiten, ohne Arbeitsplätze zu vernichten.

Unbehagen 3: Geklaute Langfrist-Perspektiven

Wirtschaft – zumindest jene aus Sicht der Politik und Unternehmen – lebt im 4-5-Jahresrhythmus. Weitester Planungshorizont ist meist die nächste Wahl oder die Seriosität von Renditeszenarien. Was darüber hinausreicht, bleiben Ankündigungen, die nicht zwingend gehalten werden wollen. Um die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Unternehmen UND Menschen zukunftsfit zu machen, braucht es hingegen langfristige Strategien. Gibt es künftig Jobs auch für alle Nicht-Fachkräfte? Reichen die Pensionen? Wer schützt regionale Unternehmen? Wie finanziert sich der Staat nach der nächsten Digitalisierungswelle? Auf diese und mehr brennende Fragen hätte auch ich gerne Antworten.

Unbehagen 4: Wenn Investor*innen Blut lecken

An Kapital mangelt es auf dieser Welt wahrlich nicht. In großen Fonds sind Aber-Billiarden an Euro gebunkert, um sich schon bei kleinsten Rendite-Chancen gewinnbringend in Unternehmen einzukaufen. Dabei liegt der Fokus immer auf einem raschen Gewinn inklusive Wiederausstieg aus dem Deal. Die Bindung von Kapital über einen längeren Zeitraum ist selten gewünscht. Auf der Suche nach lohnenden Geschäften haben Spekulant*innen längst ein Auge auf Branchen des öffentlichen Interesses geworfen. Dabei stehen Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, Energie- und Wasserversorger, Wohnimmobilien etc. mit ganz oben auf der Wunschliste. Ob das im Interesse der Menschen ist?

Unbehagen 5: Das Rodrik-Trilemma

Ein Trilemma ist, wenn Sie 3 Ziele verfolgen, aber nur 2 davon erreichen können. Hier ein Beispiel aus den 1930ern zur Vereinbarkeit von Intelligenz, Anständigkeit und Nationalsozialismus: Man kann intelligent und Nazi sein. Dann ist man nicht anständig. Man kann anständig und Nazi sein. Dann ist man nicht intelligent. Oder man kann anständig und intelligent sein. Dann ist man kein Nazi. Der Ökonom Dani Rodrik1) benennt nach diesem Muster ein fundamentales politisches Trilemma der Weltwirtschaft. Demnach ist es unmöglich, gleichzeitig Demokratie, nationale Selbstbestimmung und wirtschaftliche Globalisierung zu betreiben. Aber genau das versuchen wir zurzeit!

1) Dani Rodrik – politisches Trilemma: https://de.wikipedia.org/wiki/Trilemma

Startschuss zum Goldrausch 4.0

Die wirtschaftlichen Grundlagen unserer Gesellschaft sind einem permanenten Wandel ausgesetzt. Neue Möglichkeiten der Wertschöpfung stehen dabei im Wettbewerb zu etablierten Branchen. Veraltete Systeme konkurrieren mit Innovation und Fortschritt. Durch die rasante technische Entwicklung werden die Zyklen der Erneuerung immer kürzer. Früher brauchte es viele Generationen, um z.B. von manueller auf maschinelle Landwirtschaft umzustellen. Heute können neue Produkte unser gesamtes Leben binnen Monaten verändern. Facebook, Google, Amazon & Co haben die Geschäftsmodelle von etablierten Milliarden-Branchen wie Marketing, Medien, Banken, Handel oder die KFZ-Industrie unterlaufen bzw. von sich abhängig gemacht. Sie geben aktuell den Ton an. Wie lange, das jedoch steht in den Sternen. Denn selbst diese Riesen können scheitern.

Die radikale Veränderung der Wirtschaft wird mit dem Wort „Disruption“ umschrieben. Gemeint ist die Zerstörung von gewohnten Wertschöpfungsketten und die Schaffung komplett neuer Geschäftsmodelle. Das Tempo, in dem sich die Wirtschaft wandelt, ist dabei atemberaubend. Gestern noch iPod, heute Handy und morgen „was weiß ich“? Dabei wird oftmals auch das Zusammenspiel von Technik, Unternehmen und Kunden grundlegend auf den Kopf gestellt. Sehr zum Leidwesen etablierter Konzerne und der regulierenden Politik. So folgt das Kapital „Gamechangern“, also Innovator*innen, die nicht die Taktik, sondern gleich die Spielregeln der Wirtschaft ändern. Das führt zu raschen, hohen Renditen und zu spannenden Entwicklungen.

Lernen Sie es zu lenken, bevor es zu spät ist!

Ist es z.B. Amazon nach vielen Anläufen gelungen, den Einzelhandel zu revolutionieren, brauchen andere „Gamechanger“ noch etwas Zeit. Aktuelle Beispiele sind Airbnb (private Ferienunterkünfte) und Uber (private Taxis). Sie bauen auf ein Geschäftsmodell, das über mächtige digitale Plattformen Privatpersonen zu Wirtschaftstreibenden machen möchte. Ziel ist es, nicht nur die Arbeitskraft von privaten Personen, sondern auch deren Eigentum (Wohnung und Auto) zu vermarkten. Die Wirtschaft nennt das „Aktivierung von totem Kapital“. Dass die etablierten Branchen plus Politik gegen diesen Wettbewerb (einfache Leistung, günstiger Preis) ankämpfen, ist verständlich. Aufhalten werden Sie diese Art des „Gamechanging“ nicht können. Also lernen Sie es zu lenken, bevor es zu spät ist!

Warum? Gravierende Veränderungen an anderer Stelle des Wirtschaftskreislaufes brauchen neue Lösungen. Der moderne Arbeitsmarkt garantiert künftig nicht mehr das ausreichende Einkommen aller Menschen. Wir brauchen daher auch ergänzende Tätigkeiten, über die wir das Gehalt oder die Pension aufbessern können. Was liegt da näher, als persönliche Fähigkeiten zur Einkommensquelle werden zu lassen. Egal ob mit Ferienwohnungen oder Taxileistungen. Auch persönliche Dienste, Mini-Gastronomie, einfache Betreuungsleistungen, Sicherheitsdienste, Nachhaltiges und Kreatives, gewerbliche Einzelaufträge u.v.m. werden die bestehende Gewerbeordnung radikal aufbrechen. Es wird künftig jeder Mensch eine zweites Existenz-Standbein haben. Nämlich ein gewerbliches, um das eigene Überleben und den privaten Konsum für die Gesamtwirtschaft zu retten.

Es ist daher nur eine Frage der Zeit, bis weitere „disruptive“ Geschäftsideen „aufpoppen“. Dabei wird Gewohntes überflüssig und bisher Undenkbares salonfähig werden. Nicht alle Ideen werden ethisch und rechtlich unbedenklich sein. Viele Versuche werden scheitern, aber einiges wird sich erfolgreich durchsetzen. Viele Unternehmen, aber auch findige Privatpersonen, sind jetzt schon eifrig dabei, nach dem „Gold des modernen Zeitalters“ zu schürfen.

Salzburg, 2020|05 – Gerd

BLOG-Beiträge zum Thema

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Schluss mit dem Arbeiten in Einzelhaft | Corona hat Herbert regelrecht ins „Homeoffice“ gezwungen. Quasi ohne Vorwarnung, als dringliches Experiment: Niemand weiß, wie‘s funktionieren könnte, aber es muss gemacht werden. Das war vor 6 Monaten. Jetzt möchte Herbert, dass das wieder aufhört.

019 RE-Globalisierung 02

Die bittere Wahrheit! Wir erleben gerade die negativen Seiten von Globalisierung. So offenbart uns Corona die Grenzen globaler Lieferketten und auch zum Klimaschutz tut sich wenig. Trotzdem wird die Welt so weitermachen, wie bisher. Für einen Systemwechsel sind wir wohl noch nicht bereit.

017 Es regne Geld

Bedingungsloses Grundeinkommen: Für die einen ist es das Wundermittel gegen Ungleichheit im Lande. Für die anderen ist es die bittere Pille aus der Schreckenskammer des Sozialstaates. Aktuell ist die Diskussion über ein Einkommen ohne Gegenleistung wieder aufgeflammt. Also führen wir sie!

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Vom Potenzial der Kreislaufwirtschaft: Am 22.8.2020 ist Welterschöpfungstag. Ab dann haben wir weltweit jene Ressourcen aufgebraucht, die für dieses Jahr zur Verfügung gestanden wären. Das ist eindeutig zu früh! Aber was können wir dagegen tun – nicht nur als Gesellschaft, auch persönlich?

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014 Information to go

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013 RE-Globalisierung 01

Vom Buh-Thema zurück zur Zukunftsvision. Wir haben ein Level der Globalisierung erreicht, auf dem ihre negativen Effekte zur spürbaren Bedrohung für die Menschheit geworden sind. Dass jetzt der Ruf zu einer Neuordnung der Welt und ihrer Vernetzung lauter wird, ist daher verständlich.

012 Der EU-Budget-Murks

Das Feilschen der Regierungschef*innen um das EU-Budget plus Coronahilfe hat drei Erkenntnisse gebracht: Wir sind selbst jene kleingeistige EU, über die wir schimpfen. Staaten kooperieren nicht mehr und einige Politiker*innen sind mit dem Potenzial des Binnenmarktes heillos überfordert.

009 Mobile Visionen 01

Es gibt keine Branche, zu deren Zukunft so viele Versionen im Umlauf sind, wie die Mobilität. Das ist, angesichts ihrer Bedeutung, verständlich. Wo aber liegt in 20-30 Jahren wirklich unser Bedarf und wo sind die Grenzen des Machbaren? Oder folgen wir nur klug inszenierten Wunschvorstellungen?

008 Keine Staatsschuldenpanik

Drei Monate Corona-Krise, die halbe Welt steht still und es ist kein Ende in Sicht. Den Menschen und Unternehmen ist die Kontrolle über ihre Liquidität entglitten. Jetzt sind die Staaten am Zug, um mit Soforthilfen und Rettungsschirmen zu kontern – auf Pump. Und schon macht sich Panik breit.

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