Umwelt, Gesellschaft | Beitrag: 021 | Stand: 29.4.2026
Alles beim Alten
Die gute Nachricht ist: Es hat sich nichts geändert. Auch 2025 hat laut Copernicus1) der Klimawandel seine Muskeln spielen lassen und als drittwärmstes Jahr der Messgeschichte eine Vorschau darauf geboten, was noch auf uns Menschen zukommt. Damit haben jene, die im Wettlauf um eine Zukunft, in der es sich zu leben lohnt, auf eine Wirtschaft setzten, die erst durch die Katastrophe angekurbelt wird, weiterhin die Nase vorn.
Die schlechte Nachricht ist, dass wohl alles Geld der Welt, das sich nicht auf den Konten von Superreichen und an den Börsen heillos überbewerteter Konzerne befindet, nicht ausreichen wird, um das, was kommt, erträglich zu gestalten. Zum einen deshalb, weil die Mehrheit der Gesellschaft noch immer kein Gespür dafür entwickelt hat, wie schlimm und teuer das Schlimme tatsächlich wird. Zum anderen, weil sich ein Gutteil jenes Geldes, das auf den Sparkonten der Mittelschicht gebunkert ist2), nur dort seinen vollen nominellen Wert entfaltet.
Dann, wenn die Investment-Giganten ernst machen, sich die Börsen selbst bereinigen und über Modeprodukte wie ETFs & Co. mehr Geld vernichtet als gewonnen wird, ist auch bei den Bürger*innen Existenzangst angesagt. Dann aber ist das Vermögen von uns Boomer*innen verjubelt. Zudem ist der Sozialstaat bis auf sein Knochengerüst abgemagert. Und es rauscht der gefühlte Wohlstand der Masse in den Keller. Also dorthin, wo sich auch die einfachen Leute zurückziehen werden, wenn draußen das Klima wechselweise unseren Lebensraum grillt und verwüstet. Also: Good News, an diesen trüben Aussichten hat sich auch 2025 nichts geändert!
Das Leben ist zu kurz, um nicht auf den Punkt zu kommen!
Gerd Sendlhofer
Infos und Links
diepresse.com | Stand: 29.04.2026 | Klimareport schlägt Alarm – Über 30 Grad im hohen Norden »
2025 GLOBAL CLIMATE | Highlights | diverse Autor*innen | ECMWF Communication Section | Copernicus Team | Bonn, 2026